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Pandinus cavimanus

Art.Nr.:
skr004
    Preis auf Anfrage

    Abgabe nur an volljährige Personen!!!

    Wissenschaftlicher Name:

    Pandinus cavimanus

    Deutscher Name:

    Rotscheren – Riesenskorpion

    Verbereitung:

    Ostafrika: Kenia, Tansania, Somalia, Demokratische Republik Kongo; Sudan

     Größe:

    von 9cm bis zu 12cm (zählt zu den mittel

     Aussehen:

    Pandinus cavimanus weist eine schwarz bis dunkelbraune Grundfärbung an Prosoma, Mesosoma sowie Metasoma auf. Bei Jungtieren ist das schwarz ausgeprägter, verblasst aber von Häutung zu Häutung. Die Pedipalpen sind apikal rötlich gefärbt. Daraus leitet sich auch sein Trivialname ab. Die Laufbeine sowie das Telson weisen einen leichten rotbraunen Schimmer auf. Pandinus cavimanus hat stark ausgeprägte Pedipalpen mit kräftigen Scheren am Ende und ein, im Verhältnis dazu gesehen, eher schlankes Metasoma.

     Haltung:

    Im natürlichen Habitat herrscht tropisches Regenwaldklima (Feuchtsavanne). Aus den Klimadiagrammen der Regionen abgeleitet bietet sich eine Haltung mit einer Tagestemperatur von 28°C bis 33°C an. Nachts ist eine Abkühlung auf eine hohe Zimmertemperatur, 20°C bis 25°C, empfehlenswert. Eine Trinkschale, mit frischem Wasser gefüllt, sollte stets angeboten werden. Eine Luftfeuchtigkeit um die 60% - 75% wird erreicht, in dem man einen Teil des Bodensubstrats stets feucht hält. Grünpflanzen und Moose unterstützen den Luftfeuchtigkeitsprozess. In diesem Bereich sollte ebenfalls die Möglichkeit für das Anlegen einer Wohnhöhle bzw. –röhre geschaffen werden. Pandinus cavimanus nimmt sehr gerne das Angebot an und wechselt vom „feucht – warmen“ in den leicht „feucht – kälteren“ Bereich. Dabei presst er sich auch unter Steine oder andere Rückenkontakt spendende Einrichtungsgegenstände. Durch ein tägliches Sprühen wird ein gesteigertes Grabverhalten bei Pandinus cavimanus ausgelöst. Eine Überwinterung mit Haltungsbedingungen ähnlich den oben beschrieben Nachtparametern ist anzustreben. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass Pandinus cavimanus ein humides Terrarium für Savannenbewohner benötigt.

    Das Terrarium sollte mindestens eine Grundfläche von 60x30cm für ein adultes Tier betragen. Da es sich bei Pandinus cavimanus um eine sehr stark grabende Art handelt sollte der Bodengrund aus einem Erde – Lehm – Gemisch in der Mischung 1:1 bestehen, welches ca. 15cm bis 20cm hoch in das Terrarium gegeben werden sollte. Der hohe Lehmanteil sorgt für eine länger anhaltende Feuchtigkeit. Ein Austrocknen des Bodensubstrats muss unbedingt vermieden werden. Das Bodensubstrat sollte stets das Anlegen einer Wohnhöhle bzw. Wohnröhre bieten. Als Einrichtung bieten sich abgerundete Steine, Wurzeln, Hölzer, Pflanzen, Moos, Kork- und Rindenstücke an. Es ist darauf zu achten, dass sich keine spitzen bzw. scharfkantigen Einrichtungsgegenstände im Terrarium befinden. Die weiche Bauchhaut des Skorpions könnte sonst bei Grabaktivitäten in Mitleidenschaft gezogen werden. Halbe Kokosnussschalen oder Ähnliches eignen sich nur bedingt als Unterschlupf.

     Nahrung:

    Heuschrecken, Schaben, Steppengrillen, Heimchen, Zophobas und Rosenkäferlarven werden dankend angenommen. Mit der Erbeutung von schnellen Futtertieren, wie kleine Schaben und Heimchen, haben die klein

     Verhalten:

    Pandinus cavimanus sucht sofort nach dem Einsetzen in das Terrarium nach einem festen Gegenstand und beginnt mit dem Anlegen einer Wohnhöhle bzw. Wohnröhre. Diese angelegt, sieht man ihn nur noch sehr selten. Pandinus cavimanus ist ein sehr scheues Tier. Tagsüber ist Pandinus cavimanus kaum außerhalb des Unterschlupfes zu sehen. Er ist leider auch nachts nur sehr wenig aktiv. Wenn man ihn überhaupt mal zu sehen bekommt, dann meist in Lauerstellung am Höhlen- bzw. Röhreneingang. Dieses Verhalten gibt Pandinus cavimanus (cavi = Höhle, manus = Hand) auch seinen treffenden Namen. Wird Pandinus cavimanus gestört, durch Licht oder Erschütterung, kommt sofortiges Fluchtverhalten zum Tragen. Aggressivität bei Störungen ist nicht zu erkennen. Aufgrund der geringen Aktivität ist diese wunderschöne, prachtvolle Art mit Futter sehr genügsam. Außer in Phasen der Häutung genügt Exemplaren ab Instar 5 alle 2 – 3 Wochen ein Futtertier in Körpergröße. Futterpausen werden saisonal, natürlich auch abhängig von den Haltungsbedingungen, eingelegt. Längste nachgewiesene Fresspause eines eigenen subadulten Tieres habe ich mit 3 Monaten, 2 Wochen und 4 Tagen notiert. Bei der Erbeutung wird selten der Giftstachel eingesetzt. Selbst bei wehrhaften Futtertieren in Körpergröße reichen die kräftigen Scheren zum Überwältigen aus. Trotz des ruhigen Gemüts besteht eine erkennbare innerartliche Aggression. Wohnhöhlen bzw. –röhren werden nicht gemeinsam genutzt. Das schwächere Tier wird verdrängt und wartet zunächst außerhalb. Anschließend sucht es einen geeigneten Platz und legt sich eine eigene Wohnhöhle bzw. –röhre an.